Konrad Heresbach

Konrad Heresbach (1496-1576) wurde auf Gut Heresbach in der Honschaft Obmettmann bei Schöller geboren. Er war Vertreter eines Mittelwegs zwischen Katholizismus und Protestantismus.

Heresbach trat mit sieben Jahren in die Klosterschule Werden ein, wechselte zwei Jahre später auf die Lateinschule in Hamm, dann auf die Domschule Münster. 1512 ging er zum Studium nach Köln und studierte später in Frankreich und Italien. Dabei lernte er auch den niederländischen Gelehrten Erasmus von Rotterdam kennen.

„Irrtümer ausrotten, nicht Menschen“

1523 ging er zurück in seine Heimat und wirkte bis zu seinem Lebensende in Düsseldorf am Hof Johann Wilhelms, des Herzogs von Jülich und Berg. Die konfesionelle Heterogenität von Nordrhein-Westfalen ist ein Erbe der nicht-konfessionalistischen Politik, die Heresbach als Ratgeber des Herzogs vertrat. „Es gilt, Irrtümer auszurotten, nicht Menschen“, so drückt Konrad Heresbach seine Aufassung aus.

Archivdirektor Stefan Flesch über Konrad Heresbach

Die Kölner Künstlerin Kristina Kanders hat zwei Porträts in der Reihe der rheinischen „Kirchenköpfe“ gestaltet: Konrad Heresbach und Georg Maus. Das Video zeigt den Schaffensprozess im Zeitraffer.

Erstellung des Kirchenkopfes Konrad Heresbach