Bestattung

Die Gemeinschaft des Menschen mit Jesus Christus wird durch den Tod nicht aufgehoben. Diese Gewissheit gibt uns Christinnen und Christen seit jeher Trost und Zuversicht. Die Bestattung samt Gottesdienst ist dabei Ausdruck der Liebe und der Achtung gegenüber den Verstorbenen. Im Mittelpunkt des Bestattungsgottesdienstes steht der Glaube an Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat. Deshalb heißt es auch in der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland, dass im Gottesdienst zur Bestattung der gekreuzigte und auferweckte Herr Jesus Christus verkündigt wird.

Broschüre gibt Hilfestellung für Abschied

Mit der Broschüre „Nicht(s) vergessen – Gut vorbereitet für die letzte Reise“ möchte die Evangelische Kirche im Rheinland Impulse geben und Hilfe sein, sich auf den letzten Lebensabschnitt und die damit verbundenen Abschiede vorzubereiten. Zugleich gibt sie Antworten auf wichtige Fragen rund um Bestattung und Trauer. Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.

Formen der Bestattung

In der Evangelischen Kirche im Rheinland gibt es keine Festlegung auf eine bestimmte Form der Bestattung. Neben der traditionellen Erdbestattung stehen wir den Angehörigen auch bei Feuerbestattung, Urnenbeisetzung beziehungsweise Bestattung auf einem naturnahen Friedhof zur Seite. In unserer Handreichung „Bestattungskultur im Wandel“ finden Sie einen Überblick über die Veränderungen in den letzten Jahrzehnten. Die Handreichung kann hier heruntergeladen werden. Für Absprachen zur kirchlichen Bestattung können Sie sich direkt oder über ein Bestattungsinstitut mit der Pfarrerin, dem Pfarrer oder dem örtlichen Evangelischen Pfarramt in Verbindung setzen.

Kontakte vor Ort und Hilfsangebote

Um ihre Kirchengemeinde und die dortigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu finden, können Sie unsere Gemeindesuche nutzen. Dort können Sie genauso über Ihre Trauer sprechen wie mit den Mitarbeitenden der Telefonseelsorge . Diese erreichen Sie rund um die Uhr anonym und kostenfrei unter den Nummern 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Viele nützliche Hinweise finden Sie außerdem auf der Seite www.trauernetz.de : von Trauersprüchen über Bibeltexte bis hin zu Gebeten und praktischen Tipps, was nach dem Tod eines lieben Menschen zu tun ist.

Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung

Viele Evangelische Kirchengemeinden sind zudem Trägerin eines evangelischen Friedhofs. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat zusammen mit ihren Schwesterkirchen in Westfalen und Lippe ein gemeinsames Friedhofsprojekt unter dem Motto „Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung“ entwickelt. Es geht dabei um den bewussten Umgang mit der Frage, warum wir selbst Friedhöfe betreiben und was unsere Friedhöfe ausmacht. Auf der Website finden weitere Informationen sowie eine Landkarte mit allen Evangelischen Friedhöfen. Wichtige Hinweise liefert auch die Broschüre der drei Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe mit dem Titel „Ein feiner, stiller Ort“ . Dabei geht es um die Vergabe von Grabnutzungsrechten und Erklärungen zu vielen besonderen Begriffen aus dem Friedhofsbereich. Antworten liefert die Broschüre beispielsweise auf die Frage „Was ist ein Reihengrab und wodurch unterscheidet es sich von einem Wahlgrab?“.

Kirchliche Bestattung und Mitgliedschaft

Die kirchliche Bestattung setzt grundsätzlich voraus, dass die Verstorbenen der evangelischen Kirche angehört haben. Waren die Verstorbenen noch nicht getauft oder nicht Mitglied der evangelischen Kirche, kann auf Bitten der evangelischen Angehörigen ausnahmsweise eine kirchliche Bestattung stattfinden, wenn die Verstorbenen sie nicht ausdrücklich abgelehnt haben. Der Termin wird vom Bestattungsinstitut und der zuständigen Pfarrerin oder dem zuständigen Pfarrer in Absprache mit den Angehörigen festgelegt. Vor der Bestattung findet ein Trauergespräch statt.

  • Red.