Seenotrettung und das Bündnis United4Rescue

Jährlich ertrinken Tausende Menschen im Mittelmeer. Wir sind der Meinung, dass die Menschlichkeit und unsere christliche Nächstenliebe es gebietet, diese Menschen in Seenot zu retten. Deshalb unterstützen wir United4Rescue, das breite Bündnis der Zivilgesellschaft zur Unterstützung der zivilen Seenotrettung. Dieses Engagement sehen wir als unsere humanitäre Verpflichtung, solange Staaten diese Rettung verweigern.

100.000 Euro für Kauf von Bündnisschiff

Deshalb hat die Evangelische Kirche im Rheinland 100.000 Euro für den Kauf des ersten Bündnisschiffes „Sea-Watch 4 – powered by United4Rescue“ beigesteuert. Zahlreiche Kirchenkreise und Kirchengemeinden sind dem Bündnis ebenfalls beigetreten. Der Einsatz zahlt sich aus: Bereits während der ersten Mission im Sommer 2020 konnten 353 Menschen aus Seenot gerettet werden.

Zivile Seenotrettung muss entkriminalisiert werden

Wir setzen uns in diesem Zusammenhang zudem für ein Ende der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung ein. Alle Bootsflüchtlinge sollen faire Asylverfahren durchlaufen können und eine geregelte Aufnahme in Europa finden. Die Landeskirche hat sich 2020 durch Synodenbeschluss auch dem Bündnis Seebrücke „Sichere Häfen“ angeschlossen. Gemeinsam werben wir außerdem für die Aufnahme von Geflüchteten und unterstützen Kommunen, die sich diesem Bündnis ebenfalls anschließen. Mittlerweile konnten weitere Schiffe von Rettungsorganisationen (Ocean Viking, Sea-Eye 4) maßgeblich von United4Rescue unterstützt zu Rettungsmissionen aufbrechen.

  • Red.
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