Besonderes Kirchgeld

Das so genannte besondere Kirchgeld ist eine Kirchensteuerart. Es ist ein Beitrag zur Steuergerechtigkeit. Erhoben wird es von Kirchenmitgliedern, die kein oder nur ein geringes Einkommen beziehen und deren Ehemann oder Ehefrau keiner steuererhebenden Kirche angehört, deshalb nicht kirchensteuerpflichtig ist. Ein klassisches Beispiel: Der alleinverdienende Familienvater ist konfessionslos, Frau und Kinder dagegen evangelisch. Das heißt, die Familie – mehrheitlich evangelisch – zahlt keine Kirchensteuer. Hier fällt nun Kirchgeld an.

Familieneinkommen als Ausgangspunkt

Ausgangspunkt ist das gemeinsame Familieneinkommen beider Eheleute. Das Kirchgeld richtet sich nach dem „Lebensführungsaufwand“. Damit ist der Teil des gemeinsamen Einkommens gemeint, der der oder dem kirchenangehörenden Ehepartnerin bzw. Ehepartner rechtlich zusteht. Ein Teil, über das sie oder er selbstständig verfügen kann.

Eine Steuer für Ausgetretene?

Ist das Kirchgeld – böse gefragt – eine „Steuer für Ausgetretene“? Nein, sagt die rheinische Kirche. Es geht darum, die Mitglieder im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit zur Mitfinanzierung kirchlicher Aufgaben heranzuziehen. Schließlich ist die Kirche ja eine Solidargemeinschaft.

  • Red.
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