Klimastreik: Es ist fünf vor zwölf

Zahlreiche Gemeinden der rheinischen Kirche beteiligen sich schon länger an internationalen Klimastreiks. Dabei sind viele kreative Projekte entstanden, die auch Anregungen für den kommenden Aktionstag unter dem Stichwort #KeinGradWeiter am 25. September bieten.

Schon die vergangenen Klima-Aktionstage, die von dem Bündnis „Fridays for Future“ initiiert wurden, fanden aufgrund der Corona-Pandemie hauptsächlich digital statt. Auf Twitter, Facebook, Instagram und auf ihren Webseiten haben auch viele Kirchengemeinden auf die Klimakrise aufmerksam gemacht. Einige der Aktionen haben besondere Strahlkraft entwickelt. So zum Beispiel das Engagement des Kirchenkreises Krefeld-Viersen.

„Es ist 5 vor 12!“ wenn es um die Klimakrise geht

An Kirchen des Kirchenkreises werden die Turmuhren auf 11.55 Uhr gestellt und Fotos davon in sozialen Netzwerken geteilt. Die Aussage dahinter: „Es ist 5 vor 12!“, wenn es um den Klimaschutz geht. Die Aktion läuft in Vorbereitung auf den kommenden Aktionstag am 25. September weiter und ist eine Initiative des Bündnisses „Churches for Future – Kirchen für Klimagerechtigkeit“ ,  dem verschiedene  evangelische und katholische Kirchen und Organisationen angehören.

Krefeld-Viersen kooperiert mit Partner auf Nord-Sumatra

Im Kirchenkreis Krefeld-Viersen findet die Aktion in Kooperation mit dem Partnerkirchenkreis Humbang auf Nord-Sumatra statt. Die Gemeinde in Indonesien ist wie auch die Partner in Krefeld und Viersen in sozialen Medien aktiv und postet dort Statements zum Umweltschutz und passende Bilder der eigenen Kirchen. Vor Ort wird vor allem betont, wie wichtig die Luftqualität für eine gesicherte Lebensqualität auf Sumatra ist.

Evangelische Jugend probt auf Instagram den Klimastreik

Auf Instagram sind es vor allem Jugendgruppen der evangelischen Kirche, die sich am digitalen Klimastreik beteiligen. Auch die Evangelische Jugend im Rheinland nimmt dort an Aktionen zum Umweltschutz teil. Im Rahmen der Aktion „Erdretter:in“ werden zum Beispiel Tipps zum Umweltschutz im Alltag gegeben. So gibt es Anleitungen dazu, wie man Schokoladenbrotaufstrich ohne Palmöl herstellt, wie man ein Konto bei grünen Banken eröffnet oder wo man faire Grillkohle beziehen kann.

Bildmaterial und Anleitungen für digitale Demos

Das Engagement der Gemeinden und Jugendorganisationen ist eine Anregung für alle, die sich am 25. September am Klimastreik beteiligen wollen. Bildmaterial und Anleitungen für digitale Demos gibt es auf der Internetseite klima-streik.org . Unter dem Hashtag #KeinGradWeiter sollen dann möglichst viele Beiträge in den sozialen Netzwerken gepostet werden – egal ob von Gemeinden, Organisationen oder Privatpersonen.

 

  • 16.9.2020
  • Aaron Clamann
  • Bettina Furchheim