#sommertourderhoffnung lebt von Begegnungen mit Menschen und Tieren

Rheinischer Präses berichtet digital von seinen Erlebnissen

Düsseldorf. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel, hat mehr als die Hälfte der Strecke auf seiner Sommertour der Hoffnung durch das Gebiet der rheinischen Kirche zurückgelegt. Diese Radtour lebt von den Begegnungen vor Ort – auch mit Lamas, Küken und einem Kräuter sammelnden Mönch.

Auf seiner Tour berichten Kirchenmitglieder dem Präses, was sie sich vorgenommen haben, um Hoffnung in die Zeit nach Corona zu tragen. Neben festen (Zeit-)Plänen sind es die spontanen Begegnungen, die dieses Unterfangen ausmachen. Die Idee der Tour lebe davon, „dass viele Menschen mitwirken und sie Wirklichkeit werden lassen. Das bewegt mich“, sagte Thorsten Latzel bei einem Tour-Stopp in Ellern im Hunsrück .

Spontanes Treffen am Radpilgerweg im Schatten der Loreley

So vielfältig die rheinische Kirche ist, so vielfältig waren bisher auch die Begegnungen des Präses. In der Nähe der Loreley etwa ergab sich sogar ein „interreligiöses Treffen“ unter Radfahrern: Präses Latzel begrüßte den buddhistischen Mönch Thick Thien Hai, der aufgebrochen war, um am Wegesrand Kräuter für eine Suppe zu pflücken. Wie alle Stopps der Tour wurde auch diese Begegnung in einer Story im sozialen Netzwerk Instagram festgehalten. Schnell war eine Verbindung zu einer der vorherigen Stationen der Sommertour hergestellt: Gleich mehrere Jugendgruppen hatten dem Präses von nachhaltiger Ernährung berichtet.

Begegnungen mit Tieren werden gut geklickt – nicht nur am Tag des Kusses

Neben den Kontakten mit Menschen ergeben sich auf der Sommertour auch immer wieder überraschende Begegnungen mit Tieren. Am Tag des Kusses, 6. Juli, gab es zur Begrüßung in Illingen ein Lama-Küsschen für Präses Latzel. Pfarrerin Wiltrud Bauer arbeitet seit Jahren mit den Tieren, die sie auch in der Seelsorge für Spaziergänge und Treffen einsetzt. Das Küsschen hatte sie zuvor mit einem der wolligen Vierbeiner einstudiert. Das Video, das bei Facebook , Instagram und YouTube unter dem Tour-Hashtag #sommertourderhoffnung verbreitet wurde, war in kurzer Zeit hundertfach angesehen.

Video aus Kita mit Hühnerstall verbreitet sich auf Instagram

Weit weniger trainiert, aber nicht weniger eindrucksvoll gebärdeten sich die Hühner und Küken in der Kita Buntes Leben in Sulzbach-Hühnerfeld. Ein Reel des Besuchs gehört zu den meistgeklickten Inhalten der ersten Tour-Hälfte.

Ein Stehkonzert ergibt sich an der Mosel

Während beim Kita-Besuch noch für den Präses gesungen wurde, stimmte dieser dann in Winningen begeistert selbst mit ein: Zusammen mit Mitgliedern der dortigen Kirchengemeinde sang er ein speziell für seinen Besuch getextetes Lied – das spontane Stehkonzert wurde im Video festgehalten .

Im Gespräch mit dem „grünen Schaf“ der Familie Wohlleben

Im Hoffnungstalk mit dem Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben am Freitagabend ging es um das Verhältnis des Menschen zu Pflanzen und Tieren. „Ich schütze die Natur für den Menschen“, sagte Wohlleben. Ihm gehe es nicht darum, dass sich der Mensch komplett zurückziehe, sondern sich als Teil der Umwelt verstehe.

Rüdiger Lancelle verteilt Lunchpakete am Straßenrand

Unerwartetes ereignete sich auch ziemlich genau auf der Hälfte der Bike-Strecke: Nach 300 von gut 600 zu fahrenden Kilometern wartete am Straßenrand bei Cochem Rüdiger Lancelle auf den Kirchenmann und sein Tour-Team. Der langjährige Delegierte der rheinischen Landessynode und Aktivist gegen Atomwaffen hatte Lunchpakete in seinen auffälligen Van mit der Aufschrift „Halleluja, Jesus lebt!“ gepackt und verteilte sie an die Radelnden. Auch Lancelles spontane Aktion atmete, was Präses Thorsten Latzel immer wieder betont: „Ideen und Träume leben von den Menschen, die sie Wirklichkeit werden lassen.“

  • 10.7.2021
  • Aaron Clamann
  • Marcel Kuß