Kappung

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat den Kirchengemeinden und Verbänden als Kirchensteuergläubigerinnen und -gläubiger empfohlen, bei Mitgliedern mit einem hohen Einkommen die Kirchensteuer auf 3,5 Prozent des für die Kirchensteuerberechnung maßgebenden zu versteuernden Einkommens zu begrenzen. Mit dieser Begrenzung oder Kappung wird ab einem bestimmten Betrag – wie bei dem Spitzensteuersatz der Einkommensteuer – eine gleichmäßige prozentuale Belastung des Einkommens erreicht. Da es sich um einen Billigkeitserlass handelt und somit kein gesetzlicher Anspruch auf die Durchführung der Begrenzung der Kirchensteuer besteht, entscheidet über die Anträge aufgrund des in der rheinischen Kirche geltenden Ortskirchensteuerrechts die Kirchengemeinde als Kirchensteuergläubigerin oder der Verband als Kirchensteuergläubiger, in der die bzw. der Steuerpflichtige den Hauptwohnsitz hat. Nicht zuletzt würdigt ein Presbyterium mit der Gewährung der Begrenzung die hohe Kirchensteuerzahlung eines Kirchenmitglieds. Ob eine Kirchengemeinde der Kappungsempfehlung folgt, können Gemeindemitglieder unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 0001034 erfragen. Die Kappung wird auf formlosen schriftlichen Antrag gewährt. Zur Bearbeitung müssen die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stehen (z. B. Kopie des Einkommensteuerbescheids).

  • Red.
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