#kanutourderhoffnung: Kirche als Ort der Vermittlung im Strukturwandel

Präses Dr. Thorsten Latzel bilanziert zweite Etappe auf der Erft

Düsseldorf/Bergheim (5. Juli 2022). Auf der Erft zwischen Bergheim (Kirchenkreis Köln-Nord) und Wevelinghoven (Kirchenkreis Gladbach-Neuss) hat sich Präses Dr. Thorsten Latzel am Montag, 4. Juli, bei seiner #kanutourderhoffnung einen Eindruck von den tiefen Einschnitten in die Natur durch den Braunkohleabbau und vom Jahrhundertprojekt des Strukturwandels verschafft. „Mir ist wichtig, dass wir in der Kirche einen Raum bieten, wo wir anders mit den Menschen darüber reden, wie wir mit diesen massiven Folgen klarkommen können“, sagt er in einem Video zum zweiten von sieben Tagen auf sechs Flüssen im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Notwendigkeit der Verwandlung von Kirche und Gesellschaft ist das Grundthema der diesjährigen Tour (siehe auch  Pressemitteilungen 84/2022, 85/2022, 88/2022, 89/2022, 90/2022, 91/2022, 92/2022, 93/2022 und 95/2022).

Beispiel für die notwendige Diskussionskultur ist dem Präses die Kölner Gesprächsreihe „Kirche diskutiert anders“. „Das brauchen wir in unserer Gesellschaft, dass wir Menschen zusammenbringen, die sowohl wissen, was es heißt, im Bergbau zu arbeiten und wie viele Arbeitsplätze daran hängen, aber die zugleich auch für die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Veränderungsprozesses stehen und wissen, der Kohleabbau hat keine Zukunft und wir müssen in anderem Einklang mit Gottes Schöpfung leben“, so der Präses in seiner Videobilanz zum zweiten Tag der Tour. „Aber wir werden das nur zusammen schaffen können. Deswegen brauchen wir Orte, wo beide Seiten miteinander und nicht übereinander reden.“ Es dürfe keine Gewalt geben, egal von welcher Seite. Genaues Hinhören sei gefragt, bei den Menschen, die schon seit Generationen vom Bergbau leben, wie bei den Menschen, die von der Sorge umgetrieben werden, wie es mit der Schöpfung weitergehen kann. „Dafür braucht es einen Geist der Hoffnung und der Verwandlung.“

Heute unterwegs auf der Ruhr

Die #kanutourderhoffnung wird heute auf der Ruhr fortgesetzt. Die dritte Etappe führt von Essen nach Mülheim. Dabei stehen das Projekt „Neue Insel“ der Essener Diakonie-Einrichtung „Neue Arbeit“ , neue Gemeindeformen des Weigle-Hauses sowie die Demonstration einer Rettungsübung durch das Deutsche Rote Kreuz am Stadthafen in Mülheim im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf der Woche führt die #kanutourderhoffnung Thorsten Latzel noch auf die Wupper, Lahn und Saar.

Digital dabei: In den sozialen Medien und auf der Website ekir.de

Sehr persönliche Eindrücke bietet Präses Latzel auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen bei Facebook Instagram   und Twitter . Zu erleben und zu verfolgen ist die #kanutourderhoffnung zudem auf den Social-Media-Kanälen der Evangelischen Kirche im Rheinland auf FacebookInstagram  und Twitter . Unterwegs wird an verschiedenen Stationen die Kamera eingeschaltet. Und auf YouTube   gibt es jeweils ein „Video des Tages“. Wo Präses Latzel wann unterwegs ist, erfahren Sie hier. Die gesamte Tour ist auch im Stil eines Blogs unter ekir.de/kanutour zu verfolgen. Im Medienpool der rheinischen Kirche werden unter dem Hashtag #kanutourderhoffnung fortlaufend aktuelle Fotos der Tour zum Download zur Verfügung gestellt.

  • 5.7.2022
  • Ekkehard Rüger
  • ekir.de/Marcel Kuß