Gottesdienst via Skype: Präses predigt in Deutschland und Polen gleichzeitig

Manfred Rekowski ist am Sonntag zu Gast in Rheydt – und in Pasym

Mönchengladbach/Pasym. In einem Gottesdienst, den die evangelischen Gemeinden in Rheydt (Mönchengladbach) und Pasym (Polen) am Sonntagmorgen per Internet-Liveübertragung an beiden Orten gemeinsam feierten, hat Präses Manfred Rekowski Frieden als beständige Aufgabe  beschrieben: „Friede zwischen Menschen und Völkern ist kein Zustand, den wir erreicht hätten und der nun nur noch verwaltet werden müsste, sondern Friede und Versöhnung müssen immer wieder neu gesucht und gewonnen werden – auch 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges“, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Hauptkirche Rheydt.

Dankbar für gut nachbarschaftliche Beziehungen

„Heute jährt sich zum 80. Mal der Tag, an dem deutsche Truppen Polen überfielen und damit den zweiten Weltkrieg begannen, der millionenfach Not und Elend über die Völker Europas und besonders auch über Polen gebracht hat“, machte Rekowski (61) deutlich: „Wenn wir uns heute trotz allem, was war, über gut nachbarschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Polen freuen können, dann ist auch das nicht selbstverständlich, sondern ein Grund zur Dankbarkeit.“

„Friede atmet die frische Luft des Schöpfungsmorgens“

Der Friede Gottes, von dem die Jahreslosung aus dem 34. Psalm spricht, beschreibe den Zustand des Vollkommen- und Ganzseins, der alle Bereiche des Lebens einschließt, der die ganze Schöpfung und alle Geschöpfe meint, unterstrich der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland in seiner Bibelauslegung. „Der biblisch gemeinte Friede atmet die frische Luft des Schöpfungsmorgens. Weil Gott die Welt auf diesen Frieden hin geschaffen hat, weil unsere Welt von Gott auf Frieden hin geschaffen ist, deshalb dürfen unsere Bemühungen um Frieden Sinn und Aussicht auf Erfolg haben. Die Suche und das Jagen nach Frieden lohnen sich!“

  • 1.9.2019
  • Jens Peter Iven