#kanutourderhoffnung: Kirche als selbstverständliche Heimat für alle

Präses Dr. Thorsten Latzel bilanziert dritte Etappe auf der Ruhr

Düsseldorf/Essen. „Bei uns gehören alle selbstverständlich dazu“ – mit diesem Satz fasst Präses Dr. Thorsten Latzel seine gesammelten Eindrücke auf der Ruhr zwischen Essen und Mülheim zusammen. Am Dienstag, 5. Juli, widmete er sich auf seiner #kanutourderhoffnung der Frage, „wie wir als Diakonie und Kirche für Menschen in schwierigen Lebenslagen da sein können“. Es brauche eine Politik, die sich um die Menschen kümmert, eine Zivilgesellschaft, die zueinandersteht, „und wir als Kirche und Diakonie wollen unseren Beitrag leisten, dass das gut gelingen kann“, sagt er in einem Video zum dritten von sieben Tagen auf sechs Flüssen im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Notwendigkeit der Verwandlung von Kirche und Gesellschaft ist das Grundthema der diesjährigen Tour (siehe auch  Pressemitteilungen 84/2022, 85/2022, 88/2022, 89/2022, 90/2022, 91/2022, 92/2022, 93/2022, 95/2022 und 96/2022).

Der Ukrainekrieg, so der Präses, verdeutliche aktuell, „welche dramatischen Folgen es gerade für ärmere Menschen hat, wenn die Inflation zunimmt und nicht mehr klar ist, ob man für die Heiz- und Stromkosten aufkommen kann“. Das an der Ruhr entstehende Projekt „Neue Insel“ der Essener Diakonie-Einrichtung „Neue Arbeit“   sei ein beeindruckendes Beispiel dafür, sich diesen Menschen zuzuwenden. Betroffen äußert sich der Präses nach Gesprächen mit Jugendlichen über queere Identität und ihre diskriminierenden Erfahrungen auch innerhalb der Kirche. „Mir ist wichtig, dass wir eine Kirche sind, wo alle, egal welcher Herkunft, welcher sexuellen Orientierung, welcher Sprache, mit welchen körperlichen oder geistigen Einschränkungen, eine Heimat haben.“ Der Satz „Ich mag dich, denn du bist anders“ sei für ihn die Zusammenfassung des christlichen Glaubens.

Heute unterwegs auf der Wupper

Die #kanutourderhoffnung wird heute auf der Wupper fortgesetzt. Die vierte Etappe führt von Wuppertal bis zur Müngstener Brücke in Solingen. Dabei informiert sich der Präses unter anderem über missionarisch-diakonische Quartiersarbeit und die Arbeit mit Geflüchteten in der überwiegend von der Evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen getragenen Initiative KOMM . Außerdem besucht er die Citykirche Elberfeld und erhält im Grünen Zoo Wuppertal von Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz eine Führung zum Thema „Bewahrung der Schöpfung – Zoo-Perspektiven an der Flusslandschaft“. In den folgenden Tagen wird Thorsten Latzel dann noch auf der Lahn und Saar paddeln.

Digital dabei: In den sozialen Medien und auf der Website ekir.de

Persönliche Eindrücke bietet Präses Latzel auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen bei Facebook Instagram  und Twitter . Die #kanutourderhoffnung kann zudem auf den Social-Media-Kanälen der Evangelischen Kirche im Rheinland auf Facebook, Instagram und Twitter verfolgt werden. Unterwegs wird an verschiedenen Stationen die Kamera eingeschaltet. Und auf YouTube   gibt es jeweils ein „Video des Tages“. Wo Präses Latzel wann unterwegs ist, erfahren Sie hier. Die gesamte Tour ist auch im Stil eines Blogs unter ekir.de/kanutour zu verfolgen. Im Medienpool der rheinischen Kirche werden unter dem Hashtag #kanutourderhoffnung Fotos der Tour zum Download zur Verfügung gestellt.

  • 6.7.2022
  • Ekkehard Rüger
  • Marcel Kuß