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Neues Programm des Stadtteilladens Flingern
"Bildung, Begegnung und Beratung" lautet das Motto des Stadtteilladens der Diakonie in Düsseldorf, das sich in zahlreichen Angeboten für Alt und Jung im neuen Programm des Stadtteilladens für das zweite Halbjahr wiederfindet. (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)
Flingern (evdus). Das neue Programm für das zweite Halbjahr unter dem Motto „Bildung, Begegnung und Beratung“ des Stadtteilladens Flingern der Diakonie, Platz der Diakonie 2 a, ist erschienen.
Ein Schwerpunkt bildet die Beratung von Menschen mit geringem Einkommen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch. „Wir helfen beim Ausfüllen von Anträgen, bei Problemen mit Ämtern und bei Sorgen des Alltags. Wenn weiterführende Hilfe nötig ist, vermitteln wir insbesondere Familien aber auch Seniorinnen und Senioren an geeignete Fachdienste“, sagt Leiterin Christel Powileit.
Angebote für Eltern, neuzugezogene Familien und Alleinerziehende in Flingern sind zum Beispiel das donnerstags ab 10 Uhr stattfindende Eltern-Kind-Café oder das Netzwerk alleinerziehender Mütter, in dem sich die Mütter austauschen und Kontakte knüpfen können. Treffpunkt ist jeden Mittwoch von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr im Stadtteilladen Flingern. Kleine Kinder können parallel betreut werden.
Begegnungsmöglichkeiten gibt es viele im Stadtteilladen der Diakonie. So sind Jung und Alt jeden Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr zum Nachbarschaftsfrühstück im Kirchencafé der Versöhnungskirche, Platz der Diakonie 1, eingeladen.
„Uns liegt am Herzen, allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Flingern und angrenzenden Stadtteilen die Möglichkeit zu geben, aus Einsamkeit und Isolation herauszutreten und soziale Netzwerke knüpfen zu können“, sagt Powileit.
Vortrags- und Gesprächsabende
Darüber hinaus gibt es einen Fahrradtreff, einen Gesprächskreis für Männer, ein internationales Frauencafé und einen türkischen Frauen-Treff.
Wissenswertes für junge Eltern, zum Beispiel wie sich mit Kinderkrankheiten wie Röteln, Masern und Mumps umgehen lässt oder wie man erste Hilfe am Kind bei Unfällen im Alltag leistet, erfahren Interessierte in Vorträgen am 14. September und 16. November.
Der Stadtteilladen lädt regelmäßig zu Vortrags- und Gesprächsabenden zu unterschiedlichen Themen in den Bereichen Religion, Philosophie, Soziologie und Politik ein.
Am Donnerstag, 16. September, heißt das Thema „Was hilft in Afghanistan?“. Von 19 Uhr bis 21 Uhr nehmen an dem Gesprächsabend Pfarrer Thorsten Nolting, Polizeidirektor Hans-Joachim Kensbock-Rieso und Jörgen Klußmann teil.
Kensbock-Rieso kam erst letztes Jahr aus Kabul zurück. Er arbeitete dort als Berater des Innenministers und hat den Terror der Taliban erlebt.
Klußmann ist Studienleiter der Evangelischen Akademie im Rheinland. Sein Fachgebiet umfasst Konfliktbearbeitung und Friedensjournalismus, Internationale Politik mit Schwerpunkt auf Sicherheits-, Europa-, und Entwicklungspolitik und Islam.
Das gesamte Halbjahresprogramm erhalten Interessierte im Stadtteilladen Flingern, Platz der Diakonie 2a und unter der Düsseldorfer Rufnummer 73 53 284. (25.8.10)
Gegen Armut und für Teilhabe in Düsseldorf
Ein Kind freut sich auf eine Pizza, die Mutter und Kind von der Tafel, der Lebensmittelausgabe in der Bergerkirche, bekommen haben.
(Foto: Sergej Lepke)
Düsseldorf (evdus). Unter der Überschrift „Gutes zu tun vergesst nicht mit anderen zu teilen“ (Hebräer, Kapitel 13, Vers 16) haben sich Kirche und Diakonie in der ersten Jahreshälfte in zahlreichen Aktionen gegen Armut und soziale Ausgrenzung in der Landeshauptstadt Düsseldorf engagiert.
Jetzt, im Monat der Diakonie, der bundesweit in Kirchen und diakonischen Einrichtungen in diesem Jahr unter das Motto „Menschlichkeit braucht Unterstützung“ gestellt ist, setzen evangelische Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen mit 17 Gottesdiensten im ganzen Stadtgebiet, mit einem Straßenmusiker-Festival und einer „Diakonischen Zeitansage“ die Kampagne gegen Armut und soziale Ausgrenzung im zweiten Halbjahr fort.
Der Auftakt-Gottesdienst findet am Sonntag, 29. August, um 10 Uhr, in der evangelischen Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, statt.
Die Predigt hält Superintendent Ulrich Lilie vom Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf.
Er verweist darauf, dass auch in einer reichen Stadt wie Düsseldorf sich Armut zum Beispiel darin zeigt, dass manche Kinder an einer Ferienfreizeit nicht teilnehmen können oder alleinerziehende Mütter bei der Kleidung sparen müssen, weil das Geld oft nicht reicht.
Brücken bauen
„Wir wollen, dass alle die möchten, die Möglichkeit zur Teilhabe haben. Mit unseren Essensausgaben, Kleiderkammern und Beratungsstellen möchten wir dazu beitragen“, sagt Lilie.
Jeder Gottesdienst im Monat der Diakonie nimmt einen anderen Aspekt von Armut in den Blick.
Bei einem Open-Air-Gottesdienst in Hassels-Nord am Samstag, 11. September, geht es um „Wohnraum in einem sozial belasteten Stadtteil“. Pfarrer Frank Bublitz und Sozialpastor Carsten Hilbrans laden um 15 Uhr ein zum Treffpunkt Reisholz, Fürstenberger Straße.
„Teilhabe braucht Gemeinschaft“ ist die Überschrift eines Abendmahlgottesdienstes am Sonntag, 12. September, in der evangelischen Klarenbachkirche in Holthausen, Bonner Straße 24.
Pfarrer Heinz-Werner Frantzmann und Pfarrer Christian Schmidt, die den Gottesdienst gestalten, planen einen Frühstückstreff einzurichten als Begegnungsort für Menschen im Stadtteil wie es ihn zum Beispiel in der Evangelischen Kirchengemeinde Gerresheim schon gibt.
Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr.
Gemeinwesen neu entdecken
Ein Highlight ist die „Diakonische Zeitansage“ am Donnerstag, 16. September, um 14 Uhr, in der evangelischen Versöhnungskirche in Flingern, Platz der Diakonie.
Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx von der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) referiert in ihrem Vortrag über „Kirche für die Stadt – Gemeinwesendiakonie oder die Kunst des Brückenbauens“.
„Uns geht es darum, dass Gemeinwesen neu zu entdecken. In den Familienzentren zum Beispiel begegnen sich Jung und Alt, dort kommen Menschen aus dem Nahbereich zusammen und in den Austausch“, sagt Diakoniepfarrer Thorsten Nolting.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist ein Straßenmusiker-Festival am 23. Oktober, in der evangelischen Bergerkirche in der Altstadt, Berger Straße 18 b.
John Spendelow, El Rubito, Radio Lukas und andere kommen mit ihren Instrumenten in die Kirche, wo doch sonst ihre Bühne die Fußgängerzone ist und spielen Musik für Teilhabe und gegen Armut.
Beginn ist um 18 Uhr.
Das gesamte Programm zu den Aktionen der Kirche und Diakonie gegen Armut und soziale Ausgrenzung erhalten Interessierte in den 23 evangelischen Kirchengemeinden in Düsseldorf, im Haus der Kirche, Bastionstraße 6 und ab Dienstag im Internet unter www.evdus.de . (Upa/27.8.10)
Pfarrer Wilfried Hörri geht in den Ruhestand
Lichtenbroich (evdus). Nach über 30 Jahren Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Unterrath in der Matthiaskirche in Lichtenbroich feiert Pfarrer Wilfried Hörri am Sonntag, 5. September, seinen Abschied und geht in den Ruhestand.
Wilfried Hörri predigt ein letztes Mal in der Matthiaskirche, Matthiaskirchweg 14.
Beginn ist um 15 Uhr. Anschließend sind Jung und Alt zu einem Empfang in das benachbarte Gemeindezentrum eingeladen.
„Mein Start in der Gemeinde im Bezirk Lichtenbroich war 1978 für mich wie ein Wurf ins kalte Wasser“, sagt Pfarrer Wilfried Hörri.
Der damals 28-Jährige übernahm eine gerade neu gebaute Kirche. Der Bau der Matthiaskirche wurde notwendig, weil in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg rund 400 Flüchtlingsfamilien, davon zu 80 Prozent evangelischen Glaubens, und später dann zahlreiche Mitarbeitende der Bundespost und von Mercedes in Lichtenbroich in Neubausiedlungen ein Zuhause fanden.
„Am Anfang hatte ich viel Aufbauarbeit in Lichtenbroich zu leisten. Es gab damals noch keinen Jugendmitarbeiter. Ich hatte über 50 Konfirmandinnen und Konfirmanden, war für den Konfirmationsunterricht und Konfi-Freizeiten alleine verantwortlich und hatte es mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu tun, die sich teilweise nur schwer integrieren ließen“, sagt Hörri.
Die Situation entspannte sich, als der heute 60-Jährige einen Helferkreis aus Ehrenamtlichen ins Leben gerufen hatte und ihm ein Jugendmitarbeiter zur Seite gestellt wurde, so dass die Jugend- und Konfirmanden-Arbeit auf mehrere Schultern verteilt war.
„Senioren brauchen eine Stätte der Begegnung in Lichtenbroich“
„Die Jugendarbeit lag mir sehr am Herzen, denn wir leben als Kirche in Lichtenbroich nicht auf einer Insel. Entspannung brachte für uns, dass die Stadt Düsseldorf eine Jugend-Einrichtung ‚Blue Rock’ am Lichtenbroicher Weg eröffnete und sich um ältere Jugendlich kümmerte. Wir haben seither eine ‚kleine offene Tür’ für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren, die hier Hilfe bei den Hausaufgaben und der Freizeitgestaltung erhalten“, sagt der Pfarrer.
Auch engagierte sich Wilfried Hörri in vielen Stadtteilgesprächen und in Kooperation mit der Diakonie für ein neues Seniorenzentrum in Lichtenbroich.
„Senioren, gerade solche, die nicht mehr mobil sind, vereinsamen allein in ihren Wohnungen, deshalb brauchen wir in Lichtenbroich eine Stätte der Begegnung“, so Hörri.
2009 wurde das Zentrum Plus in der Trägerschaft der Diakonie am Matthiaskirchweg 14 gegründet. Die Evangelische Kirchengemeinde Unterrath bietet vor Ort einen Mittagstisch an fünf Tagen in der Woche, einen Fahrdienst, Sportangebote, Spielenachmittage und eine Bürgerberatung.
Zum Gemeindeaufbau in Lichtenbroich hat auch Ehefrau Johanna Hörri wesentlich beigetragen. Sie organisierte und leitete einen Frauenabendkreis und eine Literaturgruppe und schuf Angebote für jüngere Frauen.
Das Ehepaar Hörri verabschiedet sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge aus Unterrath und beginnt das Rentnerleben in Wetter im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Es fällt nicht leicht, die gewohnte Umgebung und liebgewordene Menschen in der Gemeinde zu verlassen. Aber wir ziehen in die Nähe unserer Tochter und sehen dann unser Enkelkind öfter“, sagt Hörri. (25.8.10)
Aktion „Restdevisen“
Uwe Seils rechnet den Wert der Urlaubsmünzen aus, die er gesammelt hat. (Foto: Sergej Lepke)
Düsseldorf (evdus). Wer aus dem Ausland von seiner Urlaubsreise zurück nach Deutschland kommt, hat vielleicht noch einige Kronen, Forint oder Dollar mit zurückgebracht. Oder in einer alten Zigarrenkiste lagert noch Geld aus den Eurostaaten, ein paar Deutsche Mark oder Omas Andenken aus der Kaiserzeit. Doch Banken und Sparkassen tauschen Vieles nicht mehr um.
„Mit kleiner Münze können Menschen großen Hilfe leisten“, sagt Uwe Seils von der Schulstiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Er sammelt ehrenamtlich Restdevisen für die Schulstiftung der EKiR.
Das gesammelte Geld wird von Menschen mit Behinderung bei „Hephata“, einer sozialtherapeutischen Einrichtung der Diakonie in Mönchengladbach, sortiert. Anschließend verkauft Seils das Geld.
„Gültige Münzen werden zu 75 Prozent des jeweiligen Bankkurses an Personen verkauft, die in eines der Länder reisen. Münzen aus Eurostaaten werden bei den Zentralbanken der jeweiligen Staaten in Euro umgetauscht und Münzen, die nicht mehr gültig sind, gebe ich an Münzsammler gegen eine Spende ab“, sagt Seils.
Der gesamte Verkaufserlös aus der Aktion „Restdevisen“ geht an die Schulstiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland, die hilft, die landeskirchliche Schulen, zum Beispiel auch die mobile Schule für Zirkuskinder, auch in finanziell schwierigen Zeiten zu erhalten und den evangelisch-christlichen Charakter der Schulen zu fördern.
„Egal ob man Münzen abgibt oder kauft, man hilft auf jeden Fall“, so Seils.
Interessierte wenden sich an Uwe Seils von der Schulstiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland, Hans-Böckler-Straße 7, Telefon 0211/456 26 42 und per Mail unter Uwe.Seils@EKiR-LKA.de. (11.8.10)
Kirchenmusiker Christian Orben ist gestorben
Bilk (evdus). Mit nur 26 Jahren ist Christian Orben, der Kirchenmusiker an der evangelischen Bruderkirche, in der letzten Woche gestorben.
„Auf grüne Wiesen hast du mich gebracht, an einen Ruheplatz am Wasser für mich gedacht. Durchs Tal des Todes hast du mich geführt, bist meine Stütze, wenn mein Fuß seinen Halt verliert.
Ich will dir danken, Herr, als guter Hirte sorgst du stets für mich. Ich will dir danken, Herr. Ich wär’ verirrt, verloren ohne dich. Ich will dir danken, Herr!“
Mit diesem Lied hat sich Christian Orben als Kirchenmusiker in der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde vorgestellt und von Anfang an die Herzen der Menschen tief berührt.
„Seit September 2009 war er in unserer Gemeinde als Kirchenmusiker tätig und seine Freude und Begeisterung für die Musik hat in dieser kurzen Zeit viele Menschen angesteckt. Die Gründung des neuen Chores an der Bruderkirche verdanken wir ihm. Sein großes musikalisches Talent und sein liebevolles Wesen haben die zum Teil noch unerfahrenen Sänger und Sängerinnen zu großer Freude am Singen beflügelt. Auch in den verschiedenen Konzerten und in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste ist seine lebensfrohe und hoffnungsvolle Ausstrahlung zum Ausdruck gekommen“, sagt Pfarrerin Irene Hildenhagen.
„Besonders gefreut hat uns die Vielfalt, die er in seiner Musik ausdrückte. Von der Klassik bis zur modernen christlichen Popularmusik konnte er seine Zuhörerinnen und Zuhörer begeistern. Wir hatten noch so viel miteinander vor, so dass sein völlig unerwarteter Tod uns tief erschüttert hat. Ein sehr begnadeter junger Kirchenmusiker, der mit seinen Talenten die Menschen beglückt und begeistert hat, ist von Gott in sein Reich berufen worden. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Freundin Anett, seiner Familie und allen, die ihm nahe standen“, sagt Hildenhagen in einem Nachruf. (25.8.10)
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