Rund 200 Einsätze hat die Notfallseelsorge Düsseldorf
jährlich. Die Einsatzleitstelle für die Rettungsdienste ruft die
Seelsorger zu Verkehrsunfällen, zu Eltern, deren Kind an
plötzlichem Kindstod gestorben ist, zur Begleitung bei der
Überbringung von Todesnachrichten. „Wir nehmen den Menschen die Trauer nicht
ab“, sagt Notfallseelsorger Olaf Schaper. Aber Schaper und seine
28 Kollegen und Kolleginnen stehen den Menschen bei. „Zum Wohle
der Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt engagieren wir uns mit
einem ökumenischen Notfallseelsorge-Team“, erklärt Pfarrerin
Henrike Tetz. Tetz ist Leiterin der Abteilung Seelsorge beim
Kirchenkreis Düsseldorf. Sie hat jetzt gemeinsam mit Schaper,
der die Notfallseelsorge in der Landeshauptstadt leitet, den
neuen Einsatzwagen vorgestellt. Die Notfallseelsorge hat einen neuen VW
T5-Bus bekommen. Das Fahrzeug ersetzt ein älteres. Mit dem Wagen
kommen die Notfallseelsorger zu ihrem Einsatzort. Auch als
geschützter Seelsorge- und Gesprächsraum fungiert das Auto.
Getönte Scheiben halten die neugierigen Blicke von Gaffern, die
es bei jedem Einsatz auch gibt, fern. „Trauernde sind entblößt“,
sagt Schaper. „Da ist die Schaffung einer Intimsphäre ein erster
Heilungsschritt.“ Im Bus werden Trauernde mit Getränken, bei
Bedarf mit einer Decke versorgt. Die Notfallseelsorge wird aufgrund eines
Einsatzrufes von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten
aktiviert. Hinter ihr stehen neben Schaper 28 Seelsorger und
Seelsorgerinnen, die eine besondere Ausbildung erhalten haben.
Der Dienst wird ehrenamtlich übernommen. Jeder Seelsorger hat
einmal im Monat eine Bereitschaft von 24 Stunden. Dabei sind
evangelische wie katholische Seelsorger – Pfarrer, Pfarrerinnen,
Therapeuten. „Die Zugehörigkeit zu einer Kirche ist
verpflichtend“, erklärt Schaper. Denn es werde erste Hilfe für
die Seele gegeben. Dazu gehört auch, wenn Trauernde es wünschen,
dass ein Gebet gesprochen wird. „Wir sind ein Glied in der
Rettungsdienstkette der Landeshauptstadt“, sagt Schaper. Der
besondere Dienst: „aushalten, standhalten und begleiten.“ Die Kosten für das neue Fahrzeug liegen bei
32 000 Euro. Das Geld ist durch Spenden mehrerer Düsseldorfer
Firmen und einer Zahl von Einzelspenden zusammengekommen. Seit
14 Jahren gibt es die Notfallseelsorge in der Landeshauptstadt.
Sie wird von der evangelischen Kirche und auch von der
katholischen Kirche getragen. Die Frühjahrsreihe der
17.März 2010:
Professor Dr. Wilhelm Gössmann, Düsseldorf:
„Wann die Seele aufklart - Die Überwindung
der Schwermut und die Entdeckung der Heiterkeit".
Die
„mittwochgespräche" beginnen mittwochs um 18 Uhr im
Maxhaus der katholischen Kirche, Schulstraße 11,
Düsseldorf-Altstadt. Der Eintritt kostet drei Euro. Informationen unter Telefon 0211.90 10 223.
Der
zweite Ökumenische Kirchentag steht vor der Tür. Er findet vom 12. bis zum 16. Mai
in München statt.
Die Düsseldorfer Katholische Kirche
und die Düsseldorfer Evangelische Kirche laden gemeinsam zur
Fahrt nach München ein.
Es gibt eine Fahrt mit Sonderbussen
ab Düsseldorf. Der Fahrpreis liegt bei 65 Euro. Außerdem kommt
noch der Preis für die Dauerkarte (89 Euro, ermäßigt: 54 Euro;
Familienkarte: 143 Euro) und ein Quartier hinzu.
Wer mit nach München fahren möchte, findet
hier den Anmeldeflyer mit den
Bedingungen zur Mitfahrt im Internet.
Den Anmeldeflyer einfach ausdrucken,
Anmeldung ausfüllen und an den Katholischen Gemeindeverband,
Citadellstra0e 2, 40213 Düsseldorf mit dem Stichwort
"Ökumenische Sonderfahrt" senden.
Der Katholische
Gemeindeverband sammelt die Anmeldungen für die evangelische wie
für die katholische Kirche. Eingeladen zur Mitfahrt ist jeder, egal welcher Konfession.
Informationen auch unter 0211.90 10 20
oder Mail an
haensch@katholisches-duesseldorf.de.
Haiti: Kirchen
rufen zur Hilfe auf
Superintendent Ulrich Lilie (evangelische
Kirche) und auch Stadtdechant Rolf Steinhäuser (katholische
Kirche) bitten die Düsseldorfer um Hilfe für die Erdbebenopfer
in Haiti.
Die katholische
Kirche sammelt am 24. Januar eine Sonderkollekte in den
Gottesdiensten. Das Geld wird an die "Caritas International" und
andere Hilfswerke weitergeleitet.
Hier die
Spendenmöglichkeit:
Erdbebenhilfe
Caritas International
Spendenkonto 202
Bank für
Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00

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Neues Einsatzfahrzeug für Notfallseelsorge
„mittwochsgespräche"
24. März 2010: Professor Dr.
Stefan Knobloch, Passau: "Das Phänomen Volksfrömmigkeit
- Chancen und Risiken. Eine pastoral-theologische Einschätzung".
21. April 2010: Dr. Wolfgang
Reuter, Düsseldorf : "Zuhause sein und Aufbrechen -
Theologische und psychoanalytische Aspekte zum Leben in der
Dynamik der Ortsveränderung".
28. April 2010: Dr. Kurt-Peter
Gertz, Ratingen:
L(l)eben auf dem Weg - Der eigentliche Jakobsweg spielt sich im
Inneren ab".
Im Mai 2010 ist Ökumenischer
Kirchentag in München
Die Kindernothilfe, eines der größten christlichen
Kinderhilfswerke Europas, hat Projekte auf Haiti. Sie sind
natürlich auch vom Erdbeben betroffen. Ein Beispiel: Auf dem
Gelände direkt neben dem zerstörten Gebäude des
Kindernothilfe-Projekts College Verena, haben mittlerweile über
1.000 Menschen Zuflucht gefunden. Für Alinx Jean-Baptiste,
Leiter des Kindernothilfe-Büros vor Ort, hat die medizinische
Versorgung der vielen verletzten Kinder jetzt absolute
Priorität.
Die Kindernothilfe stockt ihre Soforthilfe auf 200.000 Euro auf
und ruft weiter zu Spenden auf. Von Düsseldorf aus beteiligt sie
sich an einem humanitären Hilfsflug.
Hier die Spendenmöglichkeiten:
Kindernothilfe
Spendenkonto 45 45 40
BLZ: 350 601 90
Bank: KD-Bank eG
Stichwort: Z57372, Erdbeben Haiti
Informationen im Internet:
www.kindernothilfe.de
Auch die Diakonie sammelt für die Katastrophenhilfe auf Haiti.
Die Leiterin des Haiti-Büros der Diakonie Katastrophenhilfe,
Astrid Nissen, berichtet aus der Hauptstadt Port-au-Prince:
„Tausende Menschen sind auf den Straßen, sitzen auf dem Boden,
singen, beten. Es gibt kein Licht, keinen Strom und keine
Telefonverbindung. Ich habe in drei Krankenhäusern Ärzte
gesehen, die bei Kerzenlicht Verletzten helfen.“ Nichts
funktioniert mehr. Die Menschen suchen unter den Trümmern nach
Angehörigen und Freunden. Viele sind nur mit dem nackten Leben
davongekommen und stehen vor dem nichts.
Die Diakonie-Katastrophenhilfe hat das Konto:
Diakonisches Werk Rheinland
Konto 55 55 431
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 0
Stichwort: Erdbebenhilfe Haiti
Informationen im Internet unter
www.diakonie-rwl.de
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